“Donkere meren” ist ein Drehbuch. dessen Rahmen dem Text “De een zijn brood” von J. Bernlef eine neue und überraschende Wendung verleiht. Es ist eine Charakterzeichnung einer gequälten Frau im Stil einer David Lynch Geschichte.
Und obwohl der kurze Inhalt erhalten bleiben kann, sind einige Dinge anders. Der ehemalige Detektiv Filip Feenstra ist auf der Suche nach Angehörigen des verstorbenen Roland Fokker und stößt dabei auf zwei Frauen, die in seinem Leben eine Rolle spielten. Als sich herausstellt, dass einer von ihnen an einer Psychose leidet, stehlen er und die andere Frau Fokkers Erbe. Doch dann treffen die Frauen im rauen schottischen Hochland aufeinander. Von diesem Moment an nimmt die Geschichte eine Wendung, die deutlich macht, wie weitreichend die psychischen Folgen von Missbrauch und ungewollter Sexualität sein können. Der dramatische Ausgang ist ebenso schockierend wie unvorhersehbar.
Schon wieder wird eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu einer schockierenden Apotheose. In Nachfolge von Lynch und Tarantino wird die Geschichte auf diese Weise ein Meisterwerk des psychologischen Realismus.